Rauchen und Raucherentwöhnung - Dr.Torsten Kotter: Internist, Diabetologe und Endokrinologe, Eichgraben - St.Pölten Land

Ordination Dr.Torsten Kotter
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselkrankheiten
Internist Dr.Torsten Kotter
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Rauchen und Raucherentwöhnung

Wissenswertes
Abhängigkeit

In Zigaretten ist Nikotin enthalten, welches für  die Entwicklung einer Abhängigkeit verantwortlich ist. Durch die  Inhalation des Zigarettenrauches sind schon nach kurzer Zeit hohe  Konzentrationen von Nikotin im Blut nachweisbar. Nikotin wirkt an vielen  Stellen im Gehirn und führt unter anderem zur Aktivierung des „Belohnungssystems“. Oft reichen schon wenige Zigaretten und ein kurzer  Zeitraum regelmäßigen Zigarettenkonsums um eine körperliche Abhängigkeit entstehen zu lassen. Gesundheitsorganisationen sprechen bei Nikotin von  einem Abhängigkeitspotential vergleichbar mit dem von Heroin.  
Neben  der körperlichen Abhängigkeit besteht oft auch eine, durch jahrelange  Verhaltensmuster (z.B. „die Zigarette vor dem Einschlafen“) erworbene, psychische Abhängigkeit.

Entzug

Wird dem Körper  beispielsweise durch einen bewussten Entzug Nikotin vorenthalten zeigen  sich regelhaft Entzugssymptome: Gereiztheit, Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen,  Schwindel und viele andere Symptome können kurzfristig auftreten. Einige  dieser Symptome können auch langfristig bestehen bleiben. Kommen dann  noch Aggressivität, Depressionen und Gewichtszunahme hinzu, wird klar,  warum viele Entwöhnungsversuche scheitern und es häufig zu Rückfällen  kommt.

Rauchen und die Folgen

Rauchen ist ein Risikofaktor  für viele Erkrankungen. So ist z.B. das Risiko für einen  Herzinfarkt,  einen Schlaganfall, Verkalkung der Blutgefäße, der Entwicklung von  Darmkrebs, von Blasenkrebs und anderen bösartigen Erkrankungen bei  Rauchern deutlich erhöht. Daneben gibt es auch Erkrankungen die direkt  durch die giftige Wirkung des Rauches in der Lunge versursacht werden:  chronische Bronchitis (COPD) und der Lungenkrebs (Bronchialkarzinom). Nach 30 Jahren rauchen steigt das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken im  Vergleich zu einem Nichtraucher um das 60-fache an. 95% aller Patienten  mit einer Lungenkrebserkrankung sind Raucher.  

Warum es sich lohnt aufzuhören

Der  Körper kann sich nach Ende des Rauchens ein ganzes Stück weit selbst  reparieren. Bereits wenige Stunden nach der letzten Zigarette verändert  sich die Zusammensetzung der so genannten Blutgase: dem Körper steht  wieder mehr Sauerstoff zu Verfügung. Im Laufe der Zeit wird der  Ex-Raucher wieder leistungsfähiger, Geruchs- und Geschmackssinn  regenerieren sich. Innerhalb der folgenden Jahre sinkt das Risiko für  Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bösartige Tumorerkrankungen. Auch die  Lunge kann sich langfristig regenerieren und das Risiko für Lungenkrebs  sinkt.

Wie aufhören?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und  Angebote zur Unterstützung. Gute Ergebnisse erzielt beispielsweise eine,  durch eine medizinische Fachkraft geleitete, Verhaltenstherapie. Daneben gibt es noch die Möglichkeit der Hypnosetherapie oder der Akupunktur. Auch die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe  ist oftmals als sinnvoll zu betrachten.
Der begleitende Einsatz von Nikotin-Ersatz-Präparaten (Kaugummi, Pflaster) und anderen Raucherentwöhnungsmedikamenten kann unter Aufsicht eines Arztes hilfreich sein, unter anderem werden auch Entzugssymptome durch diese Präparate abgeschwächt.
Welche  Methode für Sie die höchste Erfolgswahrscheinlichkeit hat, ist  individuell  verschieden. Neben vorhandenen Vorerkrankungen spielt auch  ihre bisherige Raucherkarriere sowie Ihre familiäre und berufliche  Situation eine gewisse Rolle. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt  beraten. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel einen Großteil der  Kosten für Sie.
Rauchen erhöht das  Risiko für zahlreiche schwere Erkrankungen. Sie können aber jederzeit  mit dem Rauchen aufhören. Wenn Sie es wollen wird Ihr Arzt Ihnen helfen  die geeignete Therapieform zu finden und Sie durch die Entwöhnung  begleiten.
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