Endokrine Erkrankungen - Dr.Torsten Kotter: Internist, Diabetologe und Endokrinologe, Eichgraben - St.Pölten Land

Ordination Dr.Torsten Kotter
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselkrankheiten
Internist Dr.Torsten Kotter
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Endokrine Erkrankungen

Wissenswertes
Was sind Hormone?

Hormone  sind körpereigene Botenstoffe. Sie regulieren eine Vielzahl sehr  unterschiedlicher biologischer Abläufe im menschlichen Körper. Dazu  gehören beispielsweise die Verdauung, das Wachstum, die Herzaktivität  oder die Fortpflanzung. Aber auch das Verhalten eines Menschen und seine  Empfindungen werden durch Hormone beeinflusst.

Drüsen, Zellen und Rezeptoren

  • Hormone  werden in spezialisierten Organen oder Geweben gebildet, den  Hormondrüsen oder auch endokrinen Organen. Häufig werden sie mit dem  Blut zu ihrem Wirkungsort transportiert, sie können aber auch in  unmittelbarer Nachbarschaft der Zelle wirken, in der sie hergestellt  wurden, oder direkt auf die Ursprungszelle zurückwirken.
  • Um ihre  Botschaft zu überbringen, binden sich die Hormone an bestimmte Stellen  ihrer Zielzellen, den Rezeptoren. Dieses System kann man mit einem  Schlüssel (= Hormon), der nur in ein ganz bestimmtes Schloss (=  Rezeptor) passt, vergleichen. Dockt ein Hormon an seinem Rezeptor an,  löst es dadurch bestimmte Stoffwechselprozesse aus.

Vielfältige Wirkungen

  • Mittlerweile  kennt man über 100 verschiedene Hormone und sicherlich gibt es noch  viele weitere Hormone oder hormonähnliche Substanzen, die noch nicht  entdeckt sind.
  • Einige der wichtigsten dieser körpereigenen Botenstoffe:
    • Insulin: Es wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und reguliert den Blutzuckerspiegel.
    • Schilddrüsenhormone  (Trijodthyronin, Thyroxin): Sie entstehen in der Schilddrüse und  steuern Stoffwechsel, Wachstum und Körpertemperatur.
    • Cortisol: Dieses Hormon wird in der Nebenniere produziert und gilt als Stresshormon.
    • Sexualhormone  (Östrogen und Progesteron bei der Frau, Testosteron beim Mann): Sie  werden in den Eierstöcken bzw. Hoden hergestellt und sind wichtig für  die Ausprägung der typischen Geschlechtsmerkmale von Frau und Mann sowie  für die Sexualität und Fortpflanzung.
    • Aldosteron: Es stammt aus der Nebenniere und ist u. a. an der Blutdruckregulation beteiligt.
    • Wachstumshormon: Dieses wird in der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) produziert, es kontrolliert das Körperwachstum.
    • Oxytocin:  Es wird im Hypothalamus gebildet. Dieses Hormon löst u. a. während der  Geburt die Wehen aus und sorgt dafür, dass in der Stillperiode die Milch  in die Milchdrüsen einschießt.

Spiegel und Regelkreise

  • Die  Bildung und Ausschüttung von Hormonen wird über Regelkreise gesteuert,  die bei vielen Hormonen nach dem gleichen Prinzip ablaufen. Dies kann  man sich so vorstellen:
    • Sinkt der Hormonspiegel im Blut  unter einen bestimmten Sollwert, wird die Hormonausschüttung gesteigert  und der Spiegel steigt an.
    • Umgekehrt wird die Hormonausschüttung  bei einem Anstieg des Hormonspiegels über einen bestimmten Wert  gedrosselt und der Spiegel sinkt wieder ab.
  • Häufig wirken  mehrere solcher Regelkreise gleichzeitig auf ein Hormon ein. Die  Hauptverantwortung trägt in diesem Fall meist der Hypothalamus, ein Teil  des Zwischenhirns.

Hormonell bedingte Krankheiten

  • Genau  wie es eine Vielzahl von Hormonen gibt, gibt es auch unzählige  hormonell bedingte Krankheiten. Dazu zählt beispielsweise die  Zuckerkrankheit (medizinisch: Diabetes mellitus). Sie ist eine  verbreitete Volkskrankheit. Die Vergrößerung der Schilddrüse – der Kropf  (medizinisch: Struma) – oder bestimmte Formen des Bluthochdrucks gehen  ebenfalls auf Störungen im Hormonhaushalt zurück. Auch ein unerfüllter  Kinderwunsch, Osteoporose und Fettstoffwechselstörungen können hormonell  bedingt sein.
  • Den Arzt, der sich auf die Behandlung hormonell  bedingter Erkrankungen spezialisiert hat, bezeichnet man als  Endokrinologen, das Fachgebiet, mit dem er sich beschäftigt, als  Endokrinologie.

Hormone sind  körpereigene Botenstoffe, die zahlreiche Prozesse innerhalb des Körpers  regulieren und beeinflussen. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Erkrankungen, die auf eine Störung des hormonellen Systems zurückgehen.  Sie werden vom Endokrinologen diagnostiziert und therapiert.
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