Normwerte Diabetes, Cholesterin, Blutdruck - Dr.Torsten Kotter: Internist, Diabetologe und Endokrinologe, Eichgraben - St.Pölten Land

Ordination Dr.Torsten Kotter
Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselkrankheiten
Internist Dr.Torsten Kotter
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Normwerte Diabetes, Cholesterin, Blutdruck

Wissenswertes
Normwerte: Cholesterin, Blutzucker und Blutdruck auf einen Blick

Um  den sogenannten Wohlstandserkrankungen vorzubeugen, sollte man  Blutdruck, Blutzucker und Blutfette im Auge behalten. Steigen die Werte  über längere Zeit über den Normbereich an, so erhöht sich das  Risiko  für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus. Oft wird die  Kombination dieser Erkrankungen als „metabolisches Syndrom“ bezeichnet.

Blutdruck
  • Wenn  der Blutdruck im Ruhezustand bei mehrfachen Messungen einen Wert von  140/90 mm/Hg überschreitet, spricht man von Bluthochdruck oder auch  arterieller Hypertonie. Die erste Zahl steht dabei für den systolischen   Blutdruckwert, der vom Arzt stets zuerst genannt wird. Der zweite Wert  steht für den diastolischen Blutdruckwert.
  • Optimal ist  normalerweise ein Blutdruck um 120/80 mm/Hg. Je nach individueller  Gesundheitssituation werden die  Grenzwerte und die Behandlungsziele  individuell durch ihren Arzt festgelegt, vor allem dann,  wenn bereits  Erkrankungen, wie beispielsweise eine koronare Herzerkrankung oder ein  Diabetes mellitus vorliegen.
  • Man spricht von leichter  Hypertonie bei Werten zwischen 140/90 mm/Hg und 160/100 mm/Hg. Als  mittelschwerer Bluthochdruck werden Werte zwischen 160/10 mm/Hg  und180/110 mm/Hg bezeichnet. Ein schwerer Bluthochdruck liegt bei Werten  von über 180/110 mm/Hg vor.
  • In seltenen Fällen  kommt auch  eine alleinige Erhöhung des systolischen Wertes von über 140 vor bei  normalen diastolischen Werten von unter 90. In diesem Fall spricht man  von einer isolierten systolischen Hypertonie.

Cholesterin und Blutfette
  • Das  Cholesterin wird bei einer Blutentnahme bestimmt. Hierfür sollten Sie  12 Stunden vor der Blutentnahme nichts essen und auch nicht übermäßig  Sport treiben.
  • Der Zielwert der Blutfettwerte hängt vom  Lebensalter, von eventuell vorhandenen Begleiterkrankungen und weiteren  Risikofaktoren ab.
  • Grundsätzlich gilt jedoch die Faustregel:  Das im Blut enthaltene gesamte Cholesterin sollte bei gesunden Menschen  unter 200 mg/dl (2,26 mmol/l) liegen.
  • Die Zielwerte für das "schlechte" LDL-Cholesterin richten sich nach dem persönlichen Risikoprofil:
    • < 160 mg/dl (4,2 mmol/l) gilt für Menschen ohne Risikofaktoren
    • < 130 mg/dl (3,4 mmol/l) bei Vorliegen von 1-2 Risikofaktoren
    • <  100 mg/dl (2,6 mmol/l) sollte das LDL-Cholesterin betragen, wenn              bereits eine Arterienverkalkung besteht, jemand schon einen  Herzinfarkt hatte oder ein Diabetes mellitus vorliegt.
  • Risikofaktoren  sind das Alter (Männer > 45 Jahre, Frauen > 55 Jahre), Rauchen,  Bluthochdruck, Diabetes mellitus, HDL-Cholesterin > 40 mg/dl und  bekannte koronare Herzerkrankung oder koronare Herzerkrankung in der  Familie.
  • Der Anteil des „guten“ HDL-Cholesterins sollte über 40 mg/dl (1 mmol/l) betragen.
  • Oftmals ist zum Erreichen dieser Zielwerte neben einer Umstellung der Lebensweise auch eine medikamentöse Therapie notwendig.

Blutzucker
  • Bei  der Blutzuckerbestimmung ist ein Nüchternblutzucker bis zu 110 mg/dl  normal. Nüchtern bedeutet: mindestens 6 Stunden Nahrungskarenz und nur  Wasser oder ungesüßten Tee als Getränk. Bei einem Nüchternwert zwischen  110 und 125 mg/dl besteht eine Störung des Zuckerstoffwechsels, bei  einem Nüchternblutzucker von >125 mg/dl besteht der Verdacht auf  einen Diabetes mellitus. Zwei Stunden nach dem Essen dürfen die Werte  höher liegen, da der Körper gerade die Nahrung aufnimmt. Normal ist in  diesem Falle ein Blutzuckerwert unter 140 mg/dl. Bei einem Wert von über  200 mg/dl spricht man von Diabetes. Werte zwischen 140 und 200 mg/dl  deuten auf eine Störung des Zuckerstoffwechsels hin.
  • Die  Normalwerte beziehen sich auf eine Laborbestimmung nach einer  Blutentnahme bei Erwachsenen. Für die gängigen kleinen und mobilen  Blutzuckermessgeräte zur Eigenmessung sind die Referenzwerte je nach  Gerät etwas unterschiedlich. Dies liegt an den jeweils verwendeten  Messmethoden. Entsprechende Angaben erhält man vom Gerätehersteller.
  • Der  HbA1-c Wert als „Blutzuckergedächtnis“ der vorangegangenen zwei Wochen  sollte unter 6 Prozent liegen. Bei Diabetikern sollte er nicht größer  als 6,5 bis 7 Prozent sein. Nach neueren Richtlinien wird der Wert nicht  mehr in Prozent gemessen, sondern in der Einheit mmol/mol Hämoglobin  angeben. Hier liegt der Normalbereich zwischen 29 und 42.

Mit  einem Blutdruck kleiner 140/90 mm/Hg, einem dem Risiko angepassten  LDL-Cholesterin und einem Nüchternblutzucker kleiner 100 mg/dl braucht  sich ein gesunder Mensch wenig Sorgen über das Auftreten von  Wohlstandserkrankungen (metabolisches Syndrom) zu machen.
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